Warum Kuscheln?

Die bessere Frage wäre: Warum nicht kuscheln?

Kuscheln oder im weitesten Sinne (Haut-)kontakt mit anderen Menschen ist ein Grundbedürfnis.

Der Tastsinn ist der am ehesten in der Entwicklung angelegte Sinn. Selbstberührung und Berührung setzen Hormone frei, beruhigen und reduzieren Stress.

In unserer modernen Gesellschaft ist die absichtslose Berührung leider nicht alltäglich, und viele machen die leidvolle Erfahrung, dass sie mehr glatte Flächen (Handys, Tablets, Tastaturen etc.) berühren als andere Menschen.

Gerade die Freisetzung von Oxytocin (dem so genannten Bindungshormon) spielt bei Berührung eine zentrale Rolle. Ebenso die damit verbundene Senkung des Cortisolspiegels, der für unseren Stresslevel verantwortlich ist.

BERÜHRUNG UND KOMMUNIKATION

Berührung IST Kommunikation

Eine leichte Berührung des Lehrers an der Schulter kann für Kinder eine Aufmunterung sein, ein Lob, ein Trost, aber auch die stille Aufforderung, dem Unterricht zu folgen.

Eine Berührung des Partners oder Elternteils kann die stille Botschaft vermitteln: ich bin da.
Nichts lässt uns nachts ruhiger schlafen, als die körperlich spürbare Präsenz des Partners.

ABER ICH HABE DAS NIE GELERNT

Aufwachsen in einem berührungsarmen Haushalt kann ein dafür Grund sein, zu denken: ich brauche das nicht.

Ein Trugschluss. Wer sich traut, in diesem Bereich dazuzulernen, wird bald merken, welch positiven Einfluss das Berühren und berührt werden haben.

„WENN MAN MITEINANDER KUSCHELT, REPARIERT MAN SICH GEGENSEITIG“

Eine lange Umarmung, ein aneinander gekuscheltes Sitzen oder liegen weitab von jeder sexueller Idee reduziert nachweislich Stress.

Der Zusammenhang zwischen Depressionen und Ängsten und Berührungsmangel ist mittlerweile nachgewiesen und das Thema Einsamkeit gewinnt immer mehr Beachtung.

Studien belegen, dass allein jemandem, der krank ist, zugewandt und aufmerksam die Hand zu halten einen heilenden und schmerzstillenden Effekt hat.

Wir wollen die Entwicklung in unserer Gesellschaft wieder in eine positive Richtung lenken helfen: sich selbst wahrnehmen lehren, Grenzen setzen, aber auch und vor allem mit anderen in nährenden Kontakt treten helfen.
Für einen nicht nur im übertragenen Sinne berührten und achtsamen Umgang miteinander.

Quellen: Dr. Martin Grunwald: „Homo hapticus“; Werner Bartens „Wie Berührung hilft“

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