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Workshop-Dreh (Teil 2 von 2)

Nach der Pause sammeln wir uns wieder im blauen Raum und beginnen im Stehen mit einem kurzen Schlaglicht: Wie geht es allen gerade? Das Echo ist frohgemut: Alle sind guter Dinge und freuen sich auf weitere Berührungen.

Wir fahren fort mit Berührungen im Stehen und steigern die Intensität der Berührungen für Freiwillige: Wer sich traut, stellt sich jeweils mit einem Partner nah zusammen, und alle anderen bilden einen Kreis um die beiden und berühren die Menschen in der Mitte. So hat jeder die Gelegenheit, gleichzeitig von vielen Händen berührt zu werden, was alle auch zutiefst geniessen.

Nicht jeder muss alles mitmachen, und diese Option nutzt auch eine Teilnehmerin, da ihr solch eine Fülle an Berührungen zu viel ist. Sie nimmt eine Auszeit, bleibt aber im Raum und schaut den anderen aus einiger Entfernung zu.

Nachdem alle zu ihrem Recht gekommen sind, wechseln wir auf die Matten. In kleinen Gruppen empfängt eine Person achtsame Berührung, die anderen geben jeweils. Es ist schön, mit anzusehen, wie sich die Gesichtszüge der Empfänger immer mehr entspannen, während sie gestreichelt und gehalten werden.

Auch hier kann den Nehmenden die Zeit gar nicht lang genug sein – alle wundern sich, wenn die Rollen getauscht werden sollen, wie schnell ihre Zeit verflogen ist.

Innerhalb kürzester Zeit ist ein Vertrauen untereinander entstanden, in dem sich alle wirklich fallenlassen können. Am Ende liegen alle Teilnehmer nah beieinander im schlafähnlichen Zustand, obwohl sich das Kamerateam um sie herum bewegt und über ihren Köpfen filmt und fotografiert. (Foto: WDR)

Sachte holen wir alle zum Abschluss mit Klangspiel wieder „ins Leben zurück“ und setzen uns noch einmal zur Feedbackrunde. Alle sind angetan. Schmerzen haben nachgelassen, jemand äussert: “ Ich dachte zu Beginn, ich sei total entspannt, aber ich habe erst im Verlauf des Workshops gemerkt, dass ich WIRKLICH entspannt wurde …“ Andere stimmen dem zu.

Zum Abschluss nehmen wir uns alle noch einmal in den Arm – niemand will zuerst loslassen, so angenehm ist es, die anderen nah zu spüren – die Wärme, die Verbundenheit. Und doch: Auch der schönste Moment ist einmal zuende. Alle gehen gut gelaunt, genährt und entspannt in den Abend. (Foto: WDR)

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